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Yoga in der Medizin

Yoga Anatomie kleine AbbildungIm Buch „Yoga Anatomie“ hat der anerkannte Yoga-Experte Leslie Kaminoff erstmals zusammengefasst, auf welche Organe, Muskelgruppen und Gelenke sich die einzelnen Asanas auswirken.  Ein YogaMedizinBuch für Einsteiger und Yogalehrer.

Leslie Kaminoff YOGA ANATOMIE

Leslie Kaminoff und Amy Matthews
Yoga Anatomie
Softcover, Riva Verlag        Erscheinungsdatum: 11.09.2013
300 Seiten         ISBN-3868832327
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Meine Empfehlung:      

Vom einfachen Atemzug bis zur Asanas Haltung für Fortgeschrittene. Die beiden Autoren beschreiben jede Funktion des Muskels und zeigen, wie sich schon minimale Haltungsänderungen die Wirkung verstärken oder abschwächen können. Man kann durch die guten Zeichnungen sehr gut erkennen, wie Wirbelsäule, Körperhaltung und Atmung zusammenhängen. Dieses Anatomiebuch eignet sich meiner Meinung nach sehr gut zur Yogalehrer-Ausbildung. Aber auch fortgeschrittene Yogis mit Interesse an der Medizin wird sich für dieses Yogabuch interessieren. Und sicher auch für erfahrene Yogalehrer eine gute Hilfe, um die wichtigsten Muskel in den verschiedenen Yogastellungen nochmals zu sehen bzw. die Aufgabe zu verstehen.

Asanas "Der Baum" Vrksasana

Der Baum
(Vrksasana)

Nein, dieses Buch lese ich nicht von Beginn bis Ende wie einen Roman. Ich sehe in „Yoga Anatomie“ eher ein Nachschlagewerk. Auf Grund meiner anatomischen Vorgeschichte in Bezug auf Probleme mit verspannten Muskelgruppen an Schulter, Nacken und unterer Rückenbereich interessiert mich besonders stark, bei welchen Asanas welche Muskelgruppen trainiert oder welche Faszien besonders gut gedehnt werden. „Yoga Anatomie“ ist auch eine gute Grundlage aus einem Yogaflow ein ausgewogenes Kräftigungs- und Stretchingworkout zu entwickeln.

Asanas & Atmung eine unzertrennbare Kombination. Die Autoren Kamminoff und Matthews beschreiben sehr ausführlich die Dynamik der Atmung, die Rolle des Zwerchfells, Druckunterschiede und die Wirkungsweise im Zusammenhang mit den Yogaübungen.

Was ich in „Yoga Anatomie“ vermisse, sind Hinweise auf mögliche Gefahren durch Fehlhaltungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen beim Ausführen der Asanas. So finde ich beispielsweise beim „Gestützten Kopfstand“ keine Hinweise auf mögliche Probleme mit der Halswirbelsäule. Auch beim Glaukom (Grüner Star) sollte der Kopfstand – wenn überhaupt – nur kurz geübt werden.
Da auf der Coverrückseite hingewiesen wird, dass dieses Buch auch für Yogaeinsteiger geeignet ist, sollten Gefahrenhinweise meiner Ansicht nach vorhanden sein. Was meint ihr? Soll ich von meiner Bewertung einen Stern abziehen? Ich werde darüber auch demnächst mit der Yogalehrerin meines Vertrauens sprechen.


weitere Yoga Medizinbücher rezensiere ich in Kürze bzw. weitere Medizinrezesionen erscheinen im Frühjahr 2017 auf www.Medizin.yoga

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